Alles über’s Oster-Ei

Alles über's Oster-Ei

Was hat das Ei eigentlich mit Ostern zu tun?

Das Ei mit seiner Gestalt ohne Anfang und Ende und seiner festen, werdendes Leben umschließenden Schale war schon in vorchristlichen Zeiten ein Symbol für Leben, Wiedergeburt, Lebenskraft, Fruchtbarkeit und so mit dem Frühling als Jahreszeit und dem Wiedererwachen der Natur verbunden. Ostern als Fest der Auferstehung Christi konnte an dieses Symbol für die Wiederkehr des Lebens und den Fortbestand der Seele bestens anknüpfen.

Warum sind Ostereier bunt?

Da in der Fastenzeit vor Ostern Eier tabu waren, weil sie als „flüssiges Fleisch“ galten, die Hühner aber trotzdem fleißig weiter Eier legten, stand man vor der Herausforderung, die anfallende Eiermenge zu reduzieren bzw. die Eier haltbar zu machen. Daraus entstand zum einer der Brauch der Fastnachtshühner, die man zur Fastnacht vermehrt schlachtete und verspeiste. Zum anderen wurden die Eier hart gekocht, um sie so für eine gewisse Zeit haltbarer zu machen. Um die frischen von den hartgekochten Eiern zu unterscheiden, wurden die gekochten Eier gefärbt.

Klassischerweise wurden die Eier rot gefärbt, denn Rot stand symbolisch für das Blut und die Liebe und damit für die Macht Gottes über den Tod. In der liturgischen Farblehre steht Rot für den Opfer- und Märtyrertod.

Schon im alten China (vor 5000 Jahren) wurden bemalte Eier zum Frühlingsanfang verschenkt. Auch für die Ägypter und Germanen waren die Eier ein Symbol der Fruchtbarkeit im Frühling. Das kunstvolle Bemalen und Verzieren von Eier ist eine Tradition, die man in ganz verschiedenen Regionen und Kulturen auch heute noch findet.

Was hat der Osterhase mit den Eier zu tun?

Angeblich wurden dem Osterhasen erst Mitte des 17. Jhd. die Ostereier untergejubelt und als Alleinverantwortlicher setzte er sich erst im 19 Jhd. durch, als er in Schokolade einfach am besten aussah. Zuvor hatten in verschiedenen Regionen die ehrenvolle Aufgabe des Eierversteckens und -verschenkens der Fuchs, der Kuckuck, der Storch oder der Hahn übernommen. Da Hasen als sehr fruchtbar gelten und ihren Nachwuchs im Frühling bekommen, gab es hier auch eine symbolische Nähe zum Ei.

Was macht man so alles mit den Eiern an Ostern?

In vielen Regionen und Kulturen werden die Eier gar nicht versteckt, sondern man beschenkt sich gegenseitig mit ihnen. Oft nachdem Sie zuvor in der Ostermesse geweiht wurden.

Auch wird mit den Eiern gerne gespielt: Sie werden gegeneinander geschlagen und das stabilste Ei gewinnt, z.B. beim „Eiertütscha“ in der Schweiz. Sie werden in die Luft geworfen und verloren hat, wessen Ei zuerst auf den Boden fällt. Man bewirft sich gegenseitig mit ihnen. Sie werden den Berg oder Hügel hinunter gekullert im Wettstreit, welches Ei am schnellsten und ohne Schaden das Tal erreicht. Oder man schlägt sie nach dem Gottesdienst an der Kirchenwand auf, weil es Glück bringt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Noch mehr Wissen zum EI folgt hier in Kürze!