Naschmarkt

Die Idee für einen Berliner Naschmarkt entstand an einem verregneten Sommersonntag im Jahr 2011 als die Slow Food-AktivistInnen Pamela Dorsch und Udo Tremmel und die Inhaber der Markthalle, Neun Bernd Maier, Florian Niedermeier und Nikolaus Driessen, in der damals noch leeren Halle beisammen saßen und über deren Zukunft sprachen.

Im Gespräch wurde deutlich, dass süße Lebensmittel häufig unterschätzt werden. Und dass, obwohl wir hierzulande pro Kopf jährlich ca. 30 kg Süßwaren konsumieren. Leider stehen dabei selten die geschmackliche Güte, die Qualität der verwendeten Zutaten und die Art der Herstellung im Mittelpunkt.

Aber bewusster Genuss von Süßigkeiten ist möglich. Insbesondere in einer so vielfältigen Stadt wie Berlin. Doch wer kann und will schon immer durch die ganze Stadt fahren und mit detektivischem Gespür all die handwerklichen Produzentinnen und Produzenten von guten Süßigkeiten aufspüren. So entstand die Idee, diese für einen Sonntag alle an einem Fleck – der Markthalle Neun – zu versammeln: Ein Schlaraffenland für ein paar Stunden! Der Traum aller Naschkatzen und -kater!

Es begann die Geschichte des Berliner Naschmarktes, am 23. Oktober 2011, mit ca. 20 Naschhandwerkerinnen und -handwerkern und mehr als 5000 BesucherInnen. Seitdem hat sich der Berliner Naschmarkt zu dem bedeutendsten Markt für handwerklich hergestellte Süßigkeiten in der Hauptstadtregion entwickelt. Er zeigt die Vielfalt an handwerklich und aus besten Zutaten hergestellten süßen Lebensmitteln in der Stadt.

Dreimal im Jahr präsentiert er eine Auswahl der besten Produzentinnen und Produzenten von süßen Lebensmitteln aus Berlin und Brandenburg. Mittlerweile sind das bei jedem Naschmarkt rund 50 Anbieter. Sie alle produzieren handwerklich in kleinen Manufakturen und ihre Süßigkeiten entsprechen sehr hohen Qualitätsstandards. Der Naschmarkt ist Plattform der bereits etablierten und stadtbekannten ProduzentInnen ebenso wie Sprungbrett für alle süßen NeugründerInnen.

Naschmärkte sind ab dem Mittelalter in vielen mittel- und südosteuropäischen Städten entstanden. Ursprünglich waren es Märkte für Nahrungsmittel, die als überflüssiger Luxus galten – damals bestimmte Obst- und Gemüsesorten. In späteren Jahrhunderten tauchten auf Naschmärkten die ersten süßen »Kolonialwaren« auf: Zucker und Schokolade. Leipzig hat im Stadtzentrum am Alten Rathaus einen Naschmarkt-Platz, wo heute Weihnachtsmärkte stattfinden.

Der bekannteste Naschmarkt ist natürlich der Wiener Naschmarkt, mit über 120 Marktständen der größte und meistbesuchte der Wiener Märkte. Dort gibt es einfach alles: Süßes, Saures, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Gewürze, Spirituosen, Weine… – Beim Berliner Naschmarkt haben wir uns auf das Wesentliche konzertiert: Süßes!

Der Berliner Naschmarkt wird veranstaltet von der Markthalle Neun GmbH in Kooperation mit Slow Food Berlin und dem Büro für Kulinarische Maßnahmen.

Der Naschmarkt wird unterstützt den Berliner Meisterköchen als Partner der “Süßen Schnecke”, die tageszeitung als Medienpartner und Rosa Canina als Partner des sommerlichen Eis-Naschmarktes.

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